Friedensdekade 2017

eine Aktion der Teamer der Jugendkirche Uckermark

20. November

 
In den Dürregebieten der Erde kommt es auch heute noch zum Streit um das Wasser. Vor allem die noch intensivere Landwirtschaft trägt dazu bei, weitere Wasserquellen versiegen zu lassen, die Konflikte verschärfen sich weiter. Doch meist wird das Wasser nicht für die dort lebenden Menschen verbraucht. In den meisten Fällen wird nur für den Export angebaut.

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12. November

 

Das gesamte Wasser der Erde in Kubikkilometern:
1 338 000 000 Ozeane, Meere und Buchten
24 060 000 Eisschilde, Gletscher und Dauerschnee
23 400 000 Grundwasser
300 000 Bodeneis und Permafrost
178 520 Flüsse und Seen
16 500 Bodenfeuchte
12 900 Atmosphäre
11 470 Sumpfwasser
1 120 Lebende Organismen

13. November

 

Zugang zu sauberem Trinkwasser:
Wasser ist entscheidend für das Leben auf der Erde und der Zugang zu sauberem Trinkwasser gilt als Menschenrecht.
Warum gibt es nicht genügend Wasser für alle auf der Welt und weshalb ist die Verteilung so ungerecht? Täglich sterben weltweit fast 5000 Kinder, weil ihnen sauberes Wasser fehlt. Zwar ist seit 1990 der Anteil der Menschen mit Zugang zu sauberem Wasser von 76% auf inzwischen 90% angestiegen (Stand 2015), aber das genügt immer noch nicht. Es gibt weltweit noch 660 Millionen Menschen die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Am stärksten sind die Menschen  in Subsahara-Afrika (319 Mio.), in Südasien (134 Mio.) und  in Ostasien (65 Mio.) betroffen.Der Weltwassertag am  22.03 ruft jährlich die Bedeutung von Wasser in Erinnerung und macht darauf aufmerksam, dass die Versorgung mit sauberem Wasser nicht selbstverständlich ist und es weltweit viele Konflikte um das Thema Wasser gibt. Denn Wasser ist ein kostbares Gut und wichtig für das Leben auf der Erde.

14. November

 

Der Körper eines Erwachsenen besteht bis zu 60% aus Wasser, der von kleinen Kindern sogar bis zu 75%. Pro Tag sollten wir etwa 2-3 Liter Wasser trinken. Unser Körper benötigt Wasser zur Erhaltung und Regulierung der Körpertemperatur, zum Transport von wichtigen Nährstoffen und zur Ausschwemmung von Giften. Da wir täglich bereits bei normaler, nicht übermäßiger Belastung ungefähr zwei bis drei Liter Wasser verlieren, müssen wir regelmäßig genügend trinken. Allein über die Haut und Atmung verlieren mindestens einen halben Liter Wasser. Dies ist gerade für Kinder wichtig, denn da über ihre Haut mehr Flüssigkeit verdunstet, sind sie schneller von Austrocknung bedroht. Trinkt man dauerhaft zu wenig, sind körperliche Leiden und ernste Krankheiten die Folge, ganz ohne Wasser kann ein gesunder, junger Mensch 3-4 Tage überleben, im Maximum auch vereinzelt bis zu 13 Tage.

15. November

 

In Deutschland verbraucht jeder Mensch etwa 120 Liter Wasser pro Tag im Haushalt z.B. beim Kochen, Putzen, Duschen, für die Toilettenspülung, die Wasch- und Spülmaschine. Wenn man den jährlichen Trinkwasserverbrauch der deutschen Haushalte nach deren Verwendung unterteilt, stellt man fest, dass der größte Teil von 36% für Baden, Duschen & Körperpflege genutzt wird. Danach folgt mit 27% die Toilettenspülung, 14% Wäsche waschen, 9% Kleingewerbe. Gleichauf sind Geschirrspülen und Reinigung, Garten, Autopflege mit 6% und am geringsten wird das Trinkwasser fürs Essen und Trinken genutzt mit 4%. Doch insgesamt verbrauchen wir 33 Mal so viel Wasser am Tag, nämlich rund 4.000 Liter. Diese enorme Zahl beinhaltet den Wasserverbrauch für die Herstellung der Nahrungsmittel und Güter, die in Deutschland tagtäglich jede Person im Schnitt konsumiert. Diese Wassermenge heißt virtuelles Wasser, weil es nicht unmittelbar zu sehen ist. Verbraucht wird es dennoch, oft in den ohnehin wasserarmen Regionen der Erde. Für 1kg Futtersoja werden rund 2.000 Liter Wasser verbraucht, hauptsächlich zur Bewässerung der Felder. Die Herstellung eines T-Shirts aus Baumwolle verschlingt etwa 2.500 Liter Wasser, und die Produktion von 1kg Rindfleisch sogar 15.000 Liter. Dieses Wasser fehlt für die Versorgung der Menschen in den wasserarmen Herstellungsländern. Schon heute lebt ein Fünftel der Erdbevölkerung in Regionen, in denen mehr Wasser verbraucht wird als wieder in den Kreislauf zurückfließt. Dadurch sinkt vielerorts der Grundwasserspiegel, was wiederum Trinkwasser-Brunnen versiegen lässt.

16. November

 

In den Dürregebieten der Welt gibt es bis heute Streit ums Wasser und dieser Konflikt verschärft sich.
Denn die wachsende Bevölkerung und bewässerungsintesive Landwirtschaft, die meist für den Export bestimmte
Waren herstellt, lassen viele Quellen versiegen. Hinzu kommt die Belastung durch den massiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, dass immer mehr Wasser verschmutzen lässt – Hauptverursacher Stickstoff- und Phosphatdünger. Die Folgen dieser agrarischen Innovationen sind heute unübersehbar: Selbst in abgelegene Gewässer trägt der Wind die Düngemittel ein. Gelangen diese mit Abwässern in Flüsse und schließlich ins Meer, regen sie das Algenwachstum extrem an und verändern damit deren ökologisches Gleichgewicht.

17. November

 

Die weiter zunehmende Wasserverschmutzung durch Medikatenrückstände ist nicht zuvernachlässigen, da die heutigen Kläranlagen nicht in der Lage sind diese aus dem Abwasser zu entfernen und der Medikamentenkonsum stetigt wächst. Ein Verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten wäre ratsam.

18. November

 

Eine weitere Ursachen zur Verschärfung der Wasserknappheit sind die steigenden Touristenzahlen und wachsende Infrastruktur. Das Recht der Einheimischen auf Wasser bleibt dabei in vielen Fällen auf der Strecke. Der Grund dafür liegt in dem beliebten Sonne-Sand-Meer Tourismus und dem damit verbundenen hohen Wasserverbrauch für schattenspendende Grünanlagen, weitläufigen Golfplätzen und kühlende Pools. Nach einer Studie, die im Journal of Sustainable Tourism erschienen ist, lag der jährliche direkte und indirekte Wasserverbrauch im Jahr 2010 bei 138 Kubikkilometern. Das entspricht im Schnitt 6575 Liter pro Reisenden und Tag. Dieser Verbrauch wird sich bis 2050 verdoppeln aufgrund der Zunahme der wasserintensiven Reiseangeboten und dem toristischen Wachstums. Selbst in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie findet sich kein Wort zum Thema Tourismus, obwohl die Deutschen global gesehen die drittgrößte Reisenation stellen.

19. November

 
Der Klimawandel tut ein Übriges zur Verschärfung der Wasserknappheit bei. Als Beispiel ist anzuführen, dass die Eisdecke der Westantarktis seit 1992 jedes Jahr um 65 Milliarden Tonne geschrumpft ist. Wenn das gesamte Eis der Erde schmelze, stiege der gesamte Meeresspiegel um 65,8 m. Dadurch käme es zu einer Verschärfung der weltweiten Flüchtlingssituation, denn schon heute begeben sich jede Minute weltweit mindestens 10 Menschen als Klimaflüchtlinge neu auf die Flucht – Tendenz steigend.

19. November

 
Wassernutzungsrechte, die früher allgemein galten, sind an private Firmen verkauft. Tausende Liter Wasser schaffen diese in die Städte und senken durch immer tiefere Bohrungen nach Wasser den Grundwasserspiegel. Die für die allgemeine Bevölkerung vorhandenen Brunnen trocknen dadurch vermehrt aus und die Wasserknappheit vor Ort verschärft sich, da es sich die ärmen Leute nicht leisten können das teure in Flaschen verkaufte Wasser zu kaufen.

Quellen

  • National Geographic Deutschland 09/2013 – Wie hoch steigt das Wasser?
  • Spektrum der Wissenschaft Spezial (Biologie, Medizin, Hirnforschung) 3.17 – “Die Zukunft der Menschheit – Wie wollen wir morgen leben”
  • Spektrum der Wissenschaft Spezial (Biologie, Medizin, Hirnforschung) 4.13 – “Wertvolle     Ökosysteme – Ökonomie kontra Ökologie”
  • Material der Ökumenischen FriedensDekade Streit – Tägliche Friedensgebete
  • Brot für die Welt – Thema Wasser (Internet)
  • Bundeszentrale für Politische Bildung – Trinkwasser und Sanitäranlagen (Internet)
  • welt.de – Wie Deutschland sein Wasser vergiftet
  • nachhaltig-sein.info
  • helles-koepfchen.de